Inhalt:

Eßer ist ein Meister vieler Formen und schreibt dennoch Lyrik für Leser. Ob er in "Andalusischer Abschied" die klassische spanische Bildsprache wählt oder in "Morgengabe" einer ganz individuellen Metaphorik in kaum gebundener Rede Gestalt verleiht, ob er in "Weltkind" oder "Vorsatz" ungeniert den nach Expertenansicht verbrauchten Ton der Volksliedstrophe anschlägt, der hier plötzlich wieder frisch und chansonartig frech klingt (Eßer in einem Interview: "Gebraucht heißt nicht verbraucht. Vertrauten Hörgewohnheiten folgen, heißt nicht allemal Kitsch schreiben!"), ob er wie in "Koks" und "Styling" Zeitkritisches prosanah, manchmal wie sinnierend hinspricht, ob er in "Wortwahl" oder "Heldentod" seine Verse zu aphoristischen Hochkonzentraten verknappend Denkzettel formuliert oder in "Moselkindheit" und vielen anderen Gedichten sensualistische Situationsaufnahmen liefert und die genaue Beobachtung sinnenhafter Wahrnehmungen in einer Art Gefühlsstenogramm mit schlußfolgernder Reflexion verbindet; immer bleibt seine Sprache kraftvoll und klar.


Informationen:

Ich hab mich allzu lang in deinem Aug' besehn. Beziehungsweisen.

Edition L, Loßheim 1990.

ISBN 3-927932-02-7

(vergriffen)

Einige Exemplare können noch für 3 € beim Autor erworben werden!


Presse:

 


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